Pulse

ein tanzstück

Choreographie von Özlem Alkış

Der Raum pulsiert - wie ein Herz. Dann: Stillstand.

Blicke ziehen einander an und verbinden sich zu einem beinahe spürbaren Gewebe. Immer wieder bildet sich ein Netz von Verflechtungen, um darauf erneut in einen Strom von Körpern überzugehen – der fließt und innehält. Fließen – innehalten. Fließen – innehalten.

“pulse” ist die neue Performance der Choreografin Özlem Alkış und acht Tänzer*innen der künstlerischen Plattform “in move”. In “pulse“ entsteht ein Raum, der sich stetig neu organisiert und verschiedene Intensitäten von Fluss und Pulsation kreiert.

Premiere: 16. Februar 2022, 20.00 Uhr,

Alte Feuerwache Köln, Melchiorstr. 3, 50670 Köln

Weitere Vorstellungen:

  1. Februar 2022, 20.00 Uhr
  2. Februar 2022, 20.00 Uhr

Liebes Publikum,
wir sind sehr froh, dass wir trotz der aktuellen Situation mit steigenden Corona-Infektionszahlen unsere Performance „pulse” zeigen können.
Wir sind uns der Verantwortung gegenüber unseren Zuschauer*innen und Tänzer*innen bewußt, und möchten daher im Vorfeld auf einige Besonderheiten in unserem Hygienekonzept informieren:
In der Publikumssituation von “pulse” werden die Zuschauer*innen auf festen Sitzplätzen auf der Bühne sitzen und die Performer*innen werden sich um das Publikum herum bewegen. Es kann dabei zu weniger als 2 Meter Abstand zwischen Publikum und Tänzer*innen kommen.
Aus diesem Grund gilt die 2G+ Regel. Entgegen der üblichen Regelung müssen auch alle, die geboostert sind einen Antigen Schnelltest vorweisen, der nicht älter als 24h ist. Zusätzlich gilt die Verpflichtung während der Vorstellung am Platz eine FFP2 Maske zu tragen.
Für die Performer*innen gelten dieselben Regeln: auch sie sind geimpft, werden vor der Vorstellung getestet und werden FFP2 Masken tragen.
Der Bühnenraum verfügt über eine Lüftung, die während der Vorstellungen laufen wird, und somit einen stetigen Luftaustausch gewährt.

Die Bestuhlung ist auf 30 Plätze für die Zuschauer*innen reduziert.

Trailer

nabız yoklamak

den Puls fühlen

Das wechselseitige Verhältnis zwischen Blutkreislauf und dem menschlichen Körper, alevitische Philosophien und Konzepte des Body-Mind-Centering© inspirierten Alkış zu den choreografischen Prinzipien der Performance.

Durch die Auseinandersetzung mit dem Herzen entdeckt sie eine neue Sichtweise auf soziale Beziehungen: Die türkische Redewendung “nabız yoklamak” bedeutet wörtlich “den Puls fühlen” und beschreibt die Suche nach einer gemeinsamen Wellenlänge. In der Frage “Haben wir einen gemeinsamen Herzschlag?” überlagern sich Bilder körperlicher Synchronizität mit denen des Zusammenlebens in einer sozialen Gemeinschaft.

Wie inter- und intra-agieren Körper? Wie werden Beziehungen initiiert? Die Somatischen Praktiken stellen dazu eine offene Frage: Erzeugt das Pumpen des Herzens den Blutfluss, oder regt der Tonus des Blutflusses das Herz dazu an, sich zu kontrahieren? Es bleibt unklar, wer stimuliert und wer reagiert. Auf ähnliche Weise entfalten sich in „pulse“ Intensitäten und Bewegungen zwischen den Performer*innen, wie auch zwischen Performer*innen und dem Publikum. Wo diese allerdings beginnen, ist kaum auszumachen. 

Mit “pulse” setzen die professionellen und nicht-professionellen Tänzer*innen von “in move” ihre Arbeit fort. Sie versuchen über die Artikulation von Unterschieden in einem interkulturellen, generationsübergreifenden künstlerischen Rahmen eine gemeinsame Basis zu finden.

Choreographie und Künstlerische Leitung: Özlem Alkış

Credits

in Zusammenarbeit mit den Performer*innen: Demetris Vasilakis, Elsa Artmann, Lena Peters, Sonia Pereira Alves, Christoph Speit, Leyla Weßling, Alime Tombak, Sotiria Loucopoulos // Dramaturgische Mitarbeit: Valerie Wehrens // Sound Design: Moritz Wesp // Beratung Musikinstrumente: Sotiria Loucopoulos, Holger Maik Mertin // Graphikdesign, Dokumentation & Social Media: Ramin Aryaie // Foto: Katharina Jung // Technische Leitung: Dietrich Schuckließ // P&Ö: Ellen Brombach

Gefördert durch:
In Kooperation mit: